Rückblicke

14. Mai 2022

Erstklassiges Benefizkonzert des figure humaine Kammerchors

FRIEDEN UND TROST

figure humaine, das menschliche Antlitz, ist inneres Leitmotiv und Name des Kammerchors junger Musiker und Musikerinnen aus Stuttgart unter der Leitung von Professor Denis Rouger. Im Normalfall tritt dieses einzigartige musikalische Ensemble nur in Großstädten wie München, Straßburg oder Mailand auf. In Kooperation mit dem Albeck-Gymnasium und Stiftung Kulturlabor ist es glücklicher Weise gelungen, den Kammerchor in unsere evangelische Stadtkirche einzuladen.

12. Mai 2022

Eine Veranstaltungsreihe zusammen mit der VHS Volkshochschule Sulz e.V.

3. Wie die Fischinger 1866 einen Krieg gewannen, den die Mühlheimer verloren

Mitte des 19. Jahrhunderts gehörten die meisten heutigen Sulzer Ortsteile zu Württemberg, nicht jedoch Glatt und Fischingen, die waren preußisch. Als Württemberg, seiner Bündnispflicht folgend, Österreich im Krieg von 1866 gegen Preußen beistand, hieß es für Fischinger, auf der preußischen, für Mühlheimer, auf der gegnerischen Seite zu kämpfen, notfalls auch zu sterben. Aber wozu, genau? Im zweiten Kapitel des Romans „Unter dem Gähnenden Stein“ zur Sulzer Geschichte fordern ein paar Schicksale auf beiden Seiten der Grenze unsere Aufmerksamkeit.

Vortragender: Klaus Schätzle hat sich viele Jahre mit ‚Geschichte von unten‘ im Sulzer Raum befasst und dabei besonders die Auswirkungen der „großen“ Politik auf das Leben der Menschen in der Zeit zwischen 1848 und 1948 dargestellt.

07. April 2022

Eine Veranstaltungsreihe zusammen mit der VHS Volkshochschule Sulz e.V.

2. Joseph Sprißler - der verhinderte Ehrenbürger

In den aufregenden Monaten um die „Revolution“ von 1848 spielte für die Sulzer eine überraschende Persönlichkeit eine ganz besondere Rolle: Joseph Sprißler, der katholische Pfarrer von Empfingen.
Wegen seiner fortschrittlichen, demokratischen Anschauungen eckte er immer wieder bei seinen Vorgesetzten an. Doch 1848 saß er für sein Land als Abgeordneter im Frankfurter Paulskirchen-Parlament.
Als der „Demokrat“ Robert Blum im Herbst 1848 hingerichtet wurde, hielt Josef Sprißler eine Trauerrede in der Sulzer (evangelischen!) Kirche. Die mutigen Stadtpolitiker im Stadtrat und Bürgerausschuss verliehen dem demokratischen Geistlichen die Ehrenbürgerwürde – für sein Auftreten in Sulz und seinen Einsatz für die Demokratie. Im Dezember 1851 musste Stadtschultheiß Pfäfflin im Protokoll eintragen, diese Ehrung sei ungültig, da der Geehrte als Empfinger ja „Ausländer“ war! Doch ob erlaubt oder nicht: Die Ehre bleibt – Joseph Sprißler war der erste Sulzer Ehrenbürger.

Vortragender: Paul T. Müller ist Vorstand des 1956 gegründeten Kultur- und Heimatverein Sulz e.V. und Gründungsmitglied unseres Fördervereins.

10. März 2022

Eine Veranstaltungsreihe zusammen mit der VHS Volkshochschule Sulz e.V.

1. Johann Baptist Bauernfeind der demokratische Apotheker

Für das Verständnis des Orientmalers Gustav Bauernfeind ist es sehr wichtig, über seinen „Stallgeruch“ mehr zu erfahren. Sein Vater Johann Baptist Bauernfeind war nicht nur Apotheker, sondern ein vielseitig engagierter und interessierter Mensch. Er gehörte zu den ersten Fotografen im Südwesten. Als demokratisch denkender Mensch nahm er an der Revolution 1848/1849 teil und bezahlte seine Teilnahme mit einer Haftstrafe auf dem Hohenasperg. Während dieser Untersuchungshaft zeichnete er unter anderem die Gefängnisanlage. In seinen Briefen an sein „Liebes gutes Weib“ beschrieb er die Zustände seiner Inhaftierung, gab Einblicke in die damalige Rolle der Frau und zeigte auf, dass die Kinder unter der Haft des Vaters am meisten leiden mussten. Nach dem Umzug der Familie nach Stuttgart betätigte er sich als Mühlenbesitzer und betrieb eine Dampfmaschine, die letztlich auch sein Schicksal wurde.
Vortragender: Richard Weinzierl Der Vortragende ist Leiter des Bauernfeind-Museum und Autor des Buches „Gustav Bauernfeind der Orientmaler“ – Eine Familiengeschichte anhand von Originalbriefen vom künstlerischen Werk bis zum Bauernfeind-Museum in Sulz a.N.

11. September 2021

Neun Monate gingen wir mit der Idee schwanger, dann war es soweit: der 1. Sulzer Kulturtag erblickte das Licht der Welt. Und sah und hörte was?

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